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(Pflanzenheilkunde-Ausbildung)
Geschichte zur Phytotherapie
Die Pflanzenheilkunde gehört zu den ältesten Heilverfahren der Menschheit und findet ihre Wurzeln bereits in der Steinzeit. Schon damals, als die ersten Menschen noch in Höhlen vor den Unbilden der Natur Schutz suchen, entdeckten sie die geheimnisvollen Kräfte der Pflanzen. Die Höhlenbewohner fanden heraus, dass einige der gewächse in ihrer Umgebung eine besondere Wirkung hatten. Vielleicht probierte ein an Bronchitis leidender Steinzeitjäger eine Kräuersuppe mit Alant- oder Schlüsselblumenwurzel – deren Wirkung als Hustenmittel heute wissenschaftlich anerkannt ist - und spürte, wie gut sie ihm tat. Vermutlich handelten die Menschen früher auch sehr viel intuitiver, ähnlich den Tieren, von denen man weiß, dass sie sich durch die Aufnahme von bestimmten Kräutern selbst heilen können. So fressen etwa Schafe, wenn es in ihrem Magen-Darm-Trakt rumort, die krampflösende und verdauungsfördernde Schafgarbe. Medizinmänner und Kräuterfrauen überlieferten über Jarhunderten dieses Heilwissen, das sie stetig weiterentwickelten und da so zu wirkungsvollen Rezepturen führte. Leider sind viele der Naturrezepte inzwischen dín vergessenheit geraten, weil man im Zeitalter der Industrialisierung und Technisierung meinte, an ihrer Stelle chemischen Substanzen den Vorzug geben zu müssen. Doch seit bekannt ist, dass diese im Labor erzeugten Substanzen unerwünschte Nebenwirkungen haben können und in manchen Fällen sogar weitere Krankheiten verursachen, besinnen sich immer mehr Menschen wieder auf die Heilkräfte der Natur.
Die Ausbildung
Diese heilenden Kräfte und Fähigkeiten der Natur stehen im Mittelpunkt unserer Ausbildung zum Phytotherapeuten. Um allen Aspekten der Pflanzenheilkunde gerecht zu werden, vermitteln Ihnen drei Experten aus der Botanik, der Phytotherapie und der Aromatherapie grundlegendes Fachwissen zu Heilpflanzen und deren Anwendung. Die Ausbildung besteht aus drei Teilen:
Teil 1: Heilpflanzen und ihre Anwendung kennenlernen
Teil 2: Heilpflanzen in der Natur erkennen, bestimmen sammeln
Teil 3: Aromatherapie und deren Anwendungsformen
Am Ende der Ausbildung erhalten Teilnehmer, die den Kurs erfolgreich absolviert haben, das Zertifikat „Phytotherapeut-ZNH“.
Teil 1: Heilpflanzen und ihre Anwendung
Dozentin Ingrid Brünner
Programm:
1.1 Grundlagen der Inhaltsstoffe (detailliert)
1.2 Grundlagen der Aufbereitungsarten mit praktischen Übungen
1.3 Die wichtigsten Heilpflanzen in der Phytotherapie, geordnet nach Indikationsgebieten:
- Pflanzenheilkunde bei verschiedensten Magen-Darm-Erkrankungen
- Pflanzenheilkunde bei Frauenbeschwerden
- Pflanzenheilkunde bei Hauterkrankungen
- Pflanzenheilkunde bei Nieren- und Blasen- erkrankungen
- Pflanzenheilkunde bei Herz-/ Lungenerkrankungen
- Richtig Rezeptieren lernen
- Konstitutionslehre von Urtinkturen
Lehrziel Teil 1:
- Pflanzenheilkunde sicher anwenden
- Inhaltsstoffe und deren Wirkung zuordnen können
- Traditionelles Heilwissen und neue Forschungsergebnisse verbinden und weitergeben
- Spezialrezepte und deren Anwendung
Teil 2: Heilpflanzen in der Natur
Dozent Wolfgang Decrusch
Programm:
Einführung in den Aufbau der Pflanze als Einzelorganismus, Klassifizierung im Pflanzensystem und Bestimmung der Arten; Erkundung von Pflanzenstandorten
2.1. Methodik und Pflanzenbestimmung:
- Theoretische und praktische Pflanzenbestimmung heimischer Pflanzen (mikro- und makroskopische Betrachtung)
- Bestimmunsgübungen im Gelände und Sammeln von Pflanzen
2.2. Intensivwochenende in Mellau/ Bregenzwald: Die alpine Pflanzenwelt – Pflanzenwachstum unter extremen Bedingungen für besondere Anwendungen
Lehrziel Teil 2:
- Heilpflanzen sicher erkennen und unterscheiden
- Heilpflanzen sammeln
- Wissenswertes über die unterschiedlichen Bedürfnisse von Pflanzen und Synergien
- Ein eigenes Herbarium erstellen
Teil 3: Aromatherapie
Dozentin Bettina Füller
Programm:
In die Welt der Pflanzendüfte eintauchen, sie genießen und sinnvoll einsetzen. Wie wirken ätherische Öle im Körper?
3.1. Grundlagen im Umgang mit ätherischen Ölen
3.2. Ätherische Öle von A-Z, Inhaltsstoffe, Wesensmerkmale, Chemotypen, Anwendung
3.3. Fette Öle, Mazerate und ihre Anwendung
3.4. Erstellung von Mischungen nach Beschwerdebild und Konstitution
3.5. Erarbeitung eines Öls nach Wahl
3.6. Praxistag (gemeinsam mit Ingrid Brünner) – Salben, Tinkturen und Zäpfchen selbst herstellen
Lehrziel Teil 3:
- Die spezifisch-individuelle Anwendung von ätherischen und fetten Ölen – je nach Beschwerdebild und Menschentyp – in der täglichen Praxis
Ausbildungsbeginn: 03. April 2011 (bis 29.01.2012) (22 Kurstage)
Kosten:
| Studierende des ZNH |
Externe |
| € 1.680,- bei Einmalzahlung |
€ 1.780,- bei Einmalzahlung |
| oder € 149 x 12 Monate |
oder € 159,- x 12 Monate |
zur Anmeldung
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